Welche Erfahrung möchte ich ermöglichen? Welche Annahme prüfe ich? Woran erkenne ich, dass sich mein Verständnis verändert hat?
Das Seminar entwickelt eine persönliche künstlerische Forschungspraxis. Referenzen werden untersucht, Verfahren verglichen und gestalterische Entscheidungen begründet. Technologie wird als Material, Bedingung und Gegenstand der Kritik behandelt. Das offene Laborverständnis der Masterklasse bildet den institutionellen Bezug. [1]
Position beziehen
Eine präzise Frage und eine erkennbare Haltung formulieren; Referenzen kritisch in Beziehung zur eigenen Arbeit setzen.
Versuche begründen
Parameter, Gegenprobe und Beobachtung so bestimmen, dass ein Experiment Erkenntnis ermöglicht.
Erkenntnisse vermitteln
Befunde und Grenzen verständlich darstellen, Quellen transparent führen und ein eigenes Urteil entwickeln.
02
02 / Arbeitspakete
VOM INTERESSE ZUR VERSUCHSANORDNUNG.
SE 01
POSITION + REFERENZATLAS
Formulieren Sie Ihre künstlerische Frage in höchstens 40 Wörtern. Untersuchen Sie sechs Referenzen: drei künstlerische Arbeiten, zwei theoretische oder wissenschaftliche Texte und einen Ausstellungskontext.
Notieren Sie jeweils Quelle, Verfahren, eigene Kritik und Konsequenz für Ihr Vorhaben. Ordnen Sie die Bezüge visuell: Verwandtschaft, Widerspruch und offene Frage.
Entwickeln Sie zwei konkurrierende Antworten auf Ihre Frage. Bestimmen Sie einen veränderbaren Parameter, eine beobachtbare Wirkung und eine Gegenprobe.
Dokumentieren Sie Hypothese, Aufbau, Beobachtung und Schlussfolgerung auf zwei Seiten. Eine widerlegte Hypothese ist produktiv, wenn Sie daraus eine begründete Veränderung ableiten.
ENTWURF 11.11. REVISION 27.11. 2 Seiten Protokoll
Qualitätsmaßstab: Ein Bezug wird erst tragfähig, wenn er eine eigene Entscheidung verändert.
03
03 / Arbeitspakete
BEOBACHTEN. EINORDNEN. POSITIONIEREN.
SE 03
KONTEXT + PUBLIKUM
Untersuchen Sie bei ECHOES oder anhand zugänglicher Festivaldokumentation, wie Raum, Dauer und Ansprache die Wahrnehmung verändern. Trennen Sie konkrete Beobachtung und Interpretation.
Erstellen Sie zwei Seiten mit einer Raumskizze, drei Beobachtungen und zwei Konsequenzen für Ihr eigenes Vorhaben. Ein Vor-Ort-Besuch wird organisatorisch vereinbart; die Dokumentationsanalyse ist gleichwertig.
ABGABE 09.12. 2 Seiten Kontextanalyse
SE 04
DOSSIER + GESPRÄCH
Verdichten Sie Ihre Position, Referenzen und Versuchsauswertung zu einem individuellen Forschungsdossier von acht bis zehn Seiten, zuzüglich Quellen und Anhang. Enthalten sind ein englischer Abstract mit 150 Wörtern und eine begründete Perspektive für 2027.
Überarbeiten Sie die vorhandenen Teile. Im Abschlussgespräch erläutern Sie eine zentrale Entscheidung, eine verworfene Alternative und die Grenzen Ihrer Erkenntnis.
ENTWURF 13.01. FINAL 22.01., 18 UHR GESPRÄCH 25.01. 2027
Die Reflexion zeigt, wie sich das Denken durch das künstlerische Handeln verändert.
Auftakt und Positionierung. Drei eigene Arbeiten oder Interessen vorstellen; eine Frage und ein persönliches Lernziel formulieren. Ergebnis: Lernvereinbarung und Start von SE 1.
07.10Mi / 2026
10:30–12:05 / 2 Eh.A.3.09 / Munk
Mediale Verfahren lesen. An zwei Beispielen das Verhältnis von Wahrnehmung, System und Interaktion analysieren. Ergebnis: kommentiertes Diagramm für den Referenzatlas.
23.10Fr / 2026
09:40–11:15 / 2 Eh.D.0.23a / Wagensommerer
Zeit, Klang und Dramaturgie. Eine Referenz als zeitlichen Verlauf notieren; eine alternative Gestaltung entwerfen. SE 1 vor Sitzungsbeginn abgeben.
23.10Fr / 2026
11:20–12:55 / 2 Eh.D.0.23a / Munk
Experiment als Methode. SE 1 in Zweiergruppen prüfen; eine Variable, Beobachtungsform und Gegenprobe für SE 2 festlegen.
30.10Fr / 2026
09:40–12:05 / 3 Eh.A.3.09 / Wagensommerer
Audiovisuelle Komposition und künstlerische Setzung. Zwei kurze Scores vergleichen. Ergebnis: begründete Entscheidung über Rhythmus, Dauer und Aufmerksamkeit.
11.11Mi / 2026
10:30–12:05 / 2 Eh.A.1.14 / Wintersberger
Künstlerische Forschung und EUTOPAI. Individuelle Forschungsfrage schärfen; SE 2 diskutieren. Ergebnis: präzisierter Versuchsplan mit einer passenden Projektlinie.
27.11Fr / 2026
10:30–12:55 / 3 Eh.A.3.08 / Wagensommerer
Werkgespräch und ECHOES-Vorbereitung. Überarbeitetes SE 2 abgeben; Wirkung und Kontext auseinanderhalten. Beobachtungsbogen für SE 3 formulieren.
Lehre: Christian Munk · Thomas Wagensommerer · Markus Wintersberger. Inhaltliche Zuordnung als Vorschlag innerhalb der vorgegebenen Termine.
05
05 / Seminarfahrplan / 13 Eh.
DEZEMBER → JÄNNER
Lehrtermine · WS 2026/27
Datum
Zeit / Ort / Lehrende
Arbeitsfokus
02.12Mi / 2026
11:20–12:55 / 2 Eh.A.1.02 / Munk
Publikum, Zugang und Beobachtung. Einen Ablauf aus Sicht einer erstmals teilnehmenden Person prüfen. Ergebnis: drei beobachtbare Kriterien für SE 3.
02.12Mi / 2026
13:50–15:25 / 2 Eh.A.3.09 / Wintersberger
Kuratieren und Vermitteln. Einen Werktext mit 100 Wörtern und eine Frage für ein Publikumsgespräch schreiben. ECHOES als Kontextfall besprechen.
09.12Mi / 2026
10:30–12:05 / 2 Eh.A.2.13 / Wintersberger
ECHOES auswerten. SE 3 abgeben; aus Beobachtungen zwei überprüfbare Änderungen für den Dezember-Prototyp ableiten.
13.01Mi / 2027
10:30–12:05 / 2 Eh.A.3.08 / Wintersberger
Dossierwerkstatt. Argument, Quellen und eigenes Urteil prüfen. SE 4 als Entwurf vorlegen; Abstract in englischer Sprache erproben.
13.01Mi / 2027
12:10–13:45 / 2 Eh.A.1.02 / Munk
Methodenreview. Lassen sich Verfahren und Ergebnisse nachvollziehen? Individuelle Rückmeldung zu Erkenntnis, Grenzen und Dokumentation.
Abschlusskolloquium. Eigene Position anhand einer Entscheidung und einer verworfenen Alternative verteidigen. Persönliches Entwicklungsziel für SS 2027 festhalten.
Abgaben im Kursordner mit Name, Datum und Versionsstand. Rückmeldungen erfolgen am nächsten zugehörigen Lehrtermin. Endfassung des Dossiers: 22.01.2027, 18:00 Uhr.
06
06 / Individuelle Begleitung
EINE EIGENE LINIE. EIN PRÄZISES GEGENÜBER.
Individuelle Entwicklung wird sichtbar, wenn Ausgangspunkt, Rückmeldung und Revision zusammen dokumentiert werden.
02.10.
Standort bestimmen
Eine eigene Frage und zwei persönliche Lernziele festhalten: ein künstlerisches und ein methodisches.
23.10.
Referenzen prüfen
Kritik zum Atlas in Peer-Paaren; jedes Feedback benennt einen tragfähigen Bezug und eine offene Frage.
11.11.
Methode schärfen
Die Lehrperson prüft Fragestellung und Gegenprobe. Eine konkrete Revision wird bis 27.11. vereinbart.
13.01.
Position verdichten
Individuelles Feedback zum Dossier: Stärke, offene Frage und nächster Überarbeitungsschritt.
25.01.
Entwicklung benennen
Die eigene Position verteidigen und ein individuelles Entwicklungsziel für das Sommersemester formulieren.
Gesprächskapazität: Bei bis zu zwölf Personen je 5 Minuten Position, 4 Minuten Rückfragen und 1 Minute Wechsel = 120 Minuten. Bei größerer Kohorte drei parallele Gesprächsgruppen im Lehrteam, gemeinsames Raster und anschließender Abgleich. Kohortengröße vor Semesterstart bestätigen.
07
07 / Beurteilung
EIGENSTÄNDIGKEIT WIRD NACHVOLLZIEHBAR.
20%
Referenzatlas
Kritische Bezüge und eine begründete eigene Richtung.
25%
Versuchsanordnung
Schlüssige Frage, Methode, Gegenprobe und Auswertung.
15%
Kontextanalyse
Konkrete Beobachtungen mit gestalterischen Konsequenzen.
Sehr gute Arbeit verbindet eigene Position, kritische Referenzen und überprüfbare Erkenntnis. Werkzeugbeschreibungen allein reichen als Forschungsleistung nicht aus.
Vorgeschlagenes Raster je Kriterium: 3 = eigenständig und differenziert belegt; 2 = schlüssig; 1 = teilweise belegt; 0 = nicht nachgewiesen. Zuordnung zur institutionellen Notenskala und Bestehensregeln vor LV-Beginn festlegen. Formative Überarbeitung ist bis zur Endabgabe vorgesehen.
Jede Person erhält eine eigene Bewertung. Das Seminar beurteilt Recherche, Begründung und Reflexion. Eine gemeinsame Themenbasis mit dem Projekt führt nicht zur doppelten Bewertung derselben Leistung.
08
08 / Kontext und Transfer
VOM WERKGESPRÄCH IN DIE ÖFFENTLICHKEIT.
ECHOES / 03.12.2026
16:30–21:00 Uhr, Haus der Digitalisierung, Tulln. Das vorläufige Programm zeigt Arbeiten des Festivals 2026. Für das Seminar steht die Untersuchung von Raum, Vermittlung und Publikumsresonanz im Mittelpunkt; eine eigene öffentliche Produktion wird nicht vorausgesetzt. [2]
Warschau / April 2027
19.–23.04.: BIP-Workshop PJATK. 24.04.: Preview, idealerweise in der AULA PJATK. Das Seminar bereitet den Austausch mit Forschungsfrage, englischem Abstract und präzisem Werkgespräch vor. BIP, Aula und Unterstützung des Kulturforums sind organisatorisch abzustimmen.
St. Pölten / 04.–05.06.2027
Lucid Dreams EUTOPAI: Bühne im Hof, Löwinnenhof angefragt. Die Arbeit wird in einen öffentlichen Zusammenhang gestellt. Ein kurzes Werkporträt und die Reflexion der Resonanz führen die Forschung weiter; SS-Termine und Leistungen werden gesondert vereinbart. [3]
Forschungshorizont / 2028
100 Jahre Micky Maus am 18.11.2028: mögliche Untersuchung von Bewegung, Stimme, Wiedererkennung und digitalen Figuren. Optional eine Seminarreferenz dazu wählen. Karikaturmuseum Krems als mögliche Kooperation; kein zugesagter Ausstellungsauftrag und keine zusätzliche WS-Abgabe. [6, 7]
09
09 / Arbeitskultur und Rahmen
OFFENE FRAGEN. KLARE VEREINBARUNGEN.
Das Forschungsjournal
Führen Sie ein knappes Journal: Datum, Frage, Versuch, Beobachtung, nächster Schritt. Verwendete KI-Systeme, Auswahlentscheidungen, eigene Eingriffe und fremde Materialien bleiben nachvollziehbar. Die Reflexion des eigenen Prozesses ist eine persönliche Leistung.
Lernen im Seminar
Ein 2-Eh.-Termin verbindet ungefähr 15 Minuten Impuls, 25 Minuten Untersuchung, 35 Minuten Austausch und 15 Minuten Transfer; Restzeit dient Übergängen. Feedback beschreibt zunächst Wahrnehmung, fragt nach der Absicht und formuliert dann eine mögliche Revision.
Arbeitsumfang
13 Terminzeilen / 30 Eh. Selbststudium als anpassbarer Entwurf: 35–45 Stunden einschließlich Journal und Dossier. ECTS und verbindliches Arbeitsbudget sind nicht in den Screenshots ausgewiesen; vor Veröffentlichung mit dem Modulhandbuch abgleichen.
Was vor Beginn zu klären ist
Lehrteam und Studiengang stimmen ECTS, Notenskala, Anwesenheit und Nachreichungen ab. Kohortengröße und Betreuungskapazität werden bestätigt. Ein ECHOES-Besuch erhält eine gleichwertige Alternative. Externe Veranstaltungen sind keine zusätzlichen bereits gebuchten Seminarstunden.
Benennung: Die aktuelle Festivalwebsite verwendet EUTOPAI 2027; EUTOPIA ist die historische Referenz von 2004 und die im Auftrag verwendete Themenbezeichnung. Im Seminar werden beide Bezüge explizit unterschieden.
10
Partnerinstitutionen / Konkrete Arbeitsfelder
FÜNF PARTNER. FÜNF ARBEITSKONTEXTE.
Die folgenden Projektoptionen konkretisieren die genannten Partnerbezüge für diese LV. Die Auswahl eines passenden Kontexts wird in die bestehenden Arbeitspakete integriert; öffentliche Beiträge werden mit dem jeweiligen Haus vereinbart.
Bühne im Hof
Bühnenraum, Dauer und Publikumsansprache vergleichen. In SE 03 eine Raumskizze und zwei Konsequenzen für die eigene Position ausarbeiten; Transfer zu Lucid Dreams 2027.
Klang, Interaktion und Vermittlung für junges Publikum untersuchen. SE 02/03: eine Vermittlungshypothese und ein Beteiligungskonzept für BIG BANG entwickeln.
Haus der Digitalisierung, Tulln: ECHOES als Fallstudie zu immersivem Raum und digitaler Vermittlung. In SE 03 Beobachtung, Interpretation und gestalterische Konsequenz trennen.
Eine ortsbezogene Installation oder Intervention gedanklich entwickeln. SE 04: Beziehung zwischen Werk, Kulturort und Publikum anhand einer Kontextskizze begründen.
Eine eigene Position im Austausch mit zeitgenössischer Kunst schärfen. SE 01/04: drei präzise Fragen für ein mögliches kuratorisches Werkgespräch und einen Werktext formulieren.
Die Partnernamen bezeichnen Arbeitskontexte. Die konkreten Formate sind didaktische Vorschläge, keine Bestätigung eines gebuchten Beitrags. Raum, Technik, Budget, Betreuung und kuratorische Entscheidung sind gemeinsam festzulegen.
11
Projektbeteiligung / Festspielhaus St. Pölten
BIG BANG KLANG WIRD BEGEGNUNG.
OPTION / 17. APRIL 2027 / FESTSPIELHAUS
Ein möglicher Beitrag verbindet experimentelle Medien, Sound Art und einen unmittelbaren Zugang für junges Publikum. Der Referenzlink dokumentiert 2026; die aktuelle Festivalseite nennt den 17.04.2027. Die Beteiligung der Masterklasse ist eine Option.
Konzipieren und vermitteln
Entwickeln Sie in SE 02 eine klare Interaktionsidee: Was tut das Publikum, was wird hörbar und woran erkennen Sie gelungene Vermittlung? SE 03 untersucht den Kontext; SE 04 integriert einen zweiseitigen Projektbrief.
Ein vorhandenes Projekt weiterdenken
Der Projektbrief enthält Zielgruppe, Erfahrung, Skizze, Dauer, Betreuungsbedarf und eine Testfrage. Eine technische Realisierung kann mit der Projekt-LV verbunden werden. Im Seminar zählt die begründete Konzeption.
Vom Brief zur möglichen Beteiligung
Bis 13.01. Entwurf, bis 25.01. Auswahl im Lehrteam. Februar: möglicher kuratorischer Dialog; März: vermittlungsbezogene Erprobung. SS-Leistungen und Betreuung gesondert vereinbaren.
Entscheidung im Februar vorgeschlagen: Beitrag auswählen oder lokale Erprobung vereinbaren. Eine fehlende Einladung beeinträchtigt die LV-Bewertung nicht; externe Zusage, Produktionsumfang und Ressourcen werden separat bestätigt.
Der offiziell gefeierte Geburtstag bezieht sich auf den 18.11.1928, die Premiere von Steamboat Willie. Am 18.11.2028 jährt sich dieses Datum zum hundertsten Mal. Das Jubiläum eröffnet eine Forschungsperspektive zwischen Animation, Popkultur und experimentellen Medien.
SE 01 / eine kritische Referenz
Optional eine Atlasreferenz zu Figur, Synchronisation oder kultureller Wiedererkennbarkeit wählen. Untersuchen Sie, wie wenige Bewegungs- und Klangmerkmale eine Figur erkennbar machen.
SE 04 / eine kuratorische Frage
Im bestehenden Dossier eine eigene Frage und eine Ausstellungsskizze formulieren: Wie lässt sich eine historische Medienfigur kritisch in ein interaktives, räumliches Erlebnis übersetzen?
Perspektive / Karikaturmuseum Krems
Ausgewählte Recherchen können Grundlage eines späteren Konzeptdialogs mit dem Museum sein. Der Horizont 2028 bleibt freiwillig; ein Gespräch, Auftrag oder Ausstellungsbeitrag ist nicht bestätigt.
Für eine öffentliche Weiterentwicklung Materialauswahl, Quellen und Nutzungsbedingungen konkret abstimmen. Die künstlerischen Vorschläge können mit einer eigenständigen Gestaltung von Maryam Maus sowie eigenen Ton- und Bildwelten umgesetzt werden.
Datumsquelle: The Walt Disney Company / offizieller Geburtstag (verlinkt)
13
2028 / Adaption nach Gottfried Gusenbauer
MARYAM MAUS. EINE GESCHICHTE IM RAUM.
4–6 SZENEN / JE 3–5 MINUTEN / AR + AI + 3D
Grundlage: Gottfried Gusenbauer, Unstoppable MMouse! – Nichts stoppt MMaus!, bereitgestelltes PDF MMaus_Master.pdf, 190 Seiten, Fassung 01.09.2026. Die vom Auftraggeber als Treatment bezeichnete Vorlage trägt im PDF die Bezeichnung Roman. Gusenbauer ist Autor und Direktor des Karikaturmuseums Krems.
Die Mensch-Maus-Figur ist Maryam
Maryam Maus lebt 2057 in Great West. Als Biotechnologin und genetisch geschaffener MausMensch beginnt sie, die verordnete Glückswelt zu hinterfragen. Die Suche nach Sejla führt sie zu Benny, Zac und einem gemeinsamen Widerstand gegen Überwachung und Unterdrückung. [Vorlage S. 4, 7–24, 97–104]
Musik trägt die Handlung
Tanz, Stimme, Freundschaft und Humor stehen einer technisch kontrollierten Gesellschaft gegenüber. Die AR-Fassung erhält diesen Konflikt und die wiederkehrenden Motive: EMO-Ring, BIG AI EYE, Freundschaftsring und gemeinsamer Rhythmus. [S. 13–15, 102, 162–180, 185–188]
Ein gemeinsames Werk / sechs Episoden
Vorzugsfassung: sechs Szenen à ca. 4 Minuten = ca. 24 Minuten reine Spielzeit. Jede Szene hat einen eigenen Konflikt und einen erzählerischen Anschluss. Standortwechsel und Bedienung kommen hinzu; die Orte müssen nicht an einem Tag besucht werden.
Die nachfolgenden Szenentitel, Ortszuordnungen und AR-Handlungen sind neue Bearbeitungsvorschläge. Sie verdichten die Vorlage und sind mit Gottfried Gusenbauer dramaturgisch abzustimmen. Der Jubiläumshorizont ist der 18. November 2028.
14
2028 / Szenenentwurf / 01–03
VOM GLÜCKSVERSPRECHEN ZUM VERSCHWINDEN.
01
Ich bin mehr als meine Daten
CA. 4 MIN. / USTP ST. PÖLTEN / KAP. 1, S. 7–24
Maryam erwacht in einer scheinbar perfekten Welt. Der EMO-Ring verspricht Hilfe und kontrolliert sie zugleich. Ihre erste eigene Frage öffnet einen Riss in der vorgegebenen Identität.
Raum + Ton: Eine lebensgroße Figur erscheint an einem abgestimmten Campusort. Datenbilder legen sich um ihren Körper; ein Positionswechsel macht ihre innere Stimme hörbar. Forschung, Bildung und Selbstbestimmung verbinden Ort und Szene.
02
Wem gehört die Zukunft?
CA. 4 MIN. / ZWENTENDORF / KAP. 3 + 8, S. 31–40, 83–96
Maryam und Benny arbeiten an Nanotechnologie. Hinter dem Fortschrittsversprechen entdecken sie die Instrumentalisierung ihrer Forschung und die Bedrohung anderer MausMenschen. Ihr Wissen erhält eine politische Bedeutung.
Raum + Ton: Ein virtueller Laboraufbau verbindet menschlichen Maßstab mit einem riesig sichtbaren Nanobot. Maschinenklang kippt in einen fragenden Dialog. Zwentendorf eröffnet den Bezug zwischen technischem Versprechen und gesellschaftlicher Entscheidung.
03
Jelly Star / Die fehlende Stimme
CA. 4 MIN. / KUNSTMEILE KREMS / KAP. 6 + 7, S. 53–82
Maryam und ihre Freundinnen erleben Gemeinschaft durch Musik. Die Razzia der MMediatoren bricht diesen Raum auf. Zac hilft Maryam zu entkommen; Sejla bleibt verschwunden. Die Suche beginnt.
Raum + Ton: Ein vereinbarter Außenbereich wird zur virtuellen Bühne. Bewegte 3D-Figuren und Swing öffnen den Raum; abbrechende Stimmen und eine leere Position erzählen das Verschwinden. Bildwitz und Freiheit der Kunst bilden den Ortsbezug.
15
2028 / Szenenentwurf / 04–06
AUS VERTRAUEN WIRD GEMEINSAMES HANDELN.
04
Der Ring / Vertrauen statt Kontrolle
CA. 4 MIN. / TULLN / KAP. 9 + 13, S. 97–104, 137–142
Zac zeigt Maryam Sejlas Freundschaftsring. Sie verbünden sich, um Sejla und David zu finden. Parallel werden die beiden Gefangenen als Menschen mit Beziehungen und Erinnerungen sichtbar.
Raum + Ton: Am Haus der Digitalisierung stehen EMO-Ring und Freundschaftsring als räumliche Gegenbilder. Das Publikum wählt zwischen zwei hörbaren Perspektiven. Wasserrauschen aus der Vorlage schützt den Dialog; Datenwissen trifft auf Vertrauen.
05
HUMOR / Die Verbindung lösen
CA. 4 MIN. / ZWENTENDORF / KAP. 14–16, S. 143–171
Die Vorführung von HUMOR wird zum Wendepunkt. Maryam und Benny aktivieren die fiktiven Nanobots; nach dem Rückschlag trennt Amira die Verbindung des Präsidenten zur KI. Zacs Verwundung macht den persönlichen Einsatz sichtbar.
Raum + Ton: Eine virtuelle Verbindung durchzieht den vereinbarten Raumausschnitt. Klang und Bewegung verändern das Kontrollraster; Amiras animierte Handlung löst es. Der Technikort wird zur Frage nach Macht, Verantwortung und demokratischer Entscheidung.
06
Unstoppable / Freiheit bleibt Bewegung
CA. 4 MIN. / KUNSTMEILE KREMS / KAP. 17–18, S. 173–181
Im Jelly Star 2 feiern die Freunde ihre neue Freiheit. Hinter der tanzenden Mausmaske erscheint der genesene Zac. Ein kurzer Schlussakzent aus dem Nachspiel erinnert daran, dass Freiheit nicht endgültig gesichert ist.
Raum + Ton: Die 3D-Ensemblebewegung öffnet sich zum Publikum; Zuhören und freiwilliges Mitbewegen sind gleichwertig. Ein Electro-Swing-Motiv verbindet die Stationen. Die Kunstmeile bildet den möglichen Ort für Finale, Satire und öffentliche Reflexion.
16
2028 / Dramaturgie und ortsspezifische Umsetzung
DIE ORTE ERZÄHLEN MIT. DIE TECHNIK DIENT DER SZENE.
Zeitgeschichte und Fiktion unterscheiden
Je Ort entsteht ein einseitiges Ortsdossier mit zwei überprüfbaren Quellen, einem konkreten räumlichen Merkmal und einer dramaturgischen Konsequenz. Zwentendorf: Volksabstimmung 1978 und nicht in Betrieb genommenes Kraftwerk. Tulln: Digitalisierung; USTP: Bildung und Forschung; Kunstmeile: Kunst und Öffentlichkeit. Weitere historische Bezüge werden recherchiert.
Eine Szene / ungefähr vier Minuten
Richtwert: 30 Sek. Orientierung, 45 Sek. Figur und Anlass, 90 Sek. Konflikt und Bewegung, 60 Sek. Wendung, 15 Sek. Ausklang. Jede Episode bietet einen kurzen Kontext zum Gesamtbogen. Eine Karte und Szenennummern verbinden die Orte; eine zentrale Ansicht ermöglicht das Wiederaufnehmen der Geschichte.
AR, 3D, KI und Audio-Video zusammendenken
3D liefert Figur, Raum und Animation; AR verankert sie am Ort. KI unterstützt kontrollierte Entwurfs- und Variantenarbeit für Bewegung, Bild oder Klang. Video bleibt bewusst eingebundene Erinnerung oder zweite Bildebene. Sprache und räumlicher Ton führen die Aufmerksamkeit. Handlung und Figurenkontinuität werden redaktionell festgelegt.
Vier oder fünf Szenen als kompakte Fassung
Fünf Szenen: 01 und 02 zu einer Episode von max. 5 Minuten verbinden; weitere Szenen je ca. 4 Minuten, insgesamt ca. 21 Minuten. Vier Szenen: zusätzlich 03 und 04 verbinden, insgesamt ca. 18 Minuten. Vier-Orte-Fassung: USTP / Tulln / Zwentendorf / Krems. Die Kurzfassungen werden neu geschrieben, nicht nur aneinandergehängt.
Die literarischen Nanobots und medizinischen Vorgänge sind Fiktion. Die autoritäre Welt Great West ist keine Aussage über die beteiligten Institutionen. Quellenbasis Ortsgeschichte Zwentendorf: zwentendorf.com/AKW-Zwentendorf/Geschichte; weitere Ortsquellen im Partnerteil.
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2028 / Lehrintegration und Produktionsperspektive
EIN GEMEINSAMER BOGEN. EIN KLARER EIGENER BEITRAG.
SE 01/02 / vom Text zum Szenenentwurf
Wählen Sie eine der sechs Szenen. Erstellen Sie eine Quellenkarte mit Seitenbezug, ein Ortsdossier und ein Storyboard für 3–5 Minuten. Begründen Sie, was erhalten, verdichtet oder neu erfunden wird. Das Material wird in die bestehenden Arbeitspakete integriert.
SE 03/04 / Raumwirkung und Argumentation
Untersuchen Sie die Szene anhand eines räumlichen Storyboards oder einfachen Animatics: Sind Maryams Anliegen, Konflikt und Wendung verständlich? Das Dossier enthält die Auswertung und einen begründeten Szenenentwurf. Eine fertige AR-Produktion ist keine zusätzliche Seminarpflicht.
Abstimmung / Autor und Lehrteam
Im Januar wird eine gemeinsame Szenenübersicht als Grundlage eines Gesprächs mit Gottfried Gusenbauer vorbereitet. Jede Person weist ihre Recherche, Dramaturgie und Reflexion aus; die Gesamtproduktion wird klassen- und semesterübergreifend geplant.
Gemeinsame Produktionsgrundlage: Figurenblatt für Maryam, konsistentes Rig und Bewegungsrepertoire, visuelle Regeln für Ringe und KI, wiederkehrendes Klangmotiv sowie eine Übersicht aller Szenen. Eine benannte redaktionelle Verantwortung hält den Erzählbogen zusammen.
Prüfung vor der Weiterproduktion: Handlung in 3–5 Minuten verständlich; AR-Verankerung und Wiederanlauf stabil; Ton und Untertitel nutzbar; Ortsbezug erkennbar. Namensvariante Amira/Amari in der Vorlage im Autorengespräch vereinheitlichen. BIG BANG bleibt eine eigene, zielgruppengerechte Beteiligungsoption.
Literarische Grundlage: Gottfried Gusenbauer, MMaus_Master.pdf, Version 01.09.2026, insbesondere S. 4–5, 7–24, 31–40, 53–104, 137–188. Szenenauswahl und räumliche Adaption: Konzeptentwurf für die Masterklasse; kein bereits abgestimmtes Drehbuch.
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Quellen / Status / Planung
KONTEXT IST MATERIAL. QUELLEN BLEIBEN SICHTBAR.
Stand 21.09.2026. Inhalte, Aufgaben, Bewertung und zusätzliche Fristen sind Vorschläge. Unterrichtstermine, Räume und Lehrende stammen aus den übermittelten LV-Screenshots.
01 / Lehrprofil
USTP: Experimentelle Medien. Offenes, projektorientiertes Labor und individuelle Schwerpunktbegleitung.
Designreferenz: masterdigitaldesign.at, visuell geprüft. Originalschriften Anton, Archivo und Space Mono; Farb- und Formsystem für die beiden LV-Papiere adaptiert. ECHOES bleibt inhaltlicher Bezug. fhSPACEtv und die genannten Instagram-Kanäle wurden nicht vollständig inhaltlich ausgewertet. Entwurf, keine freigegebene Prüfungsordnung.
Ansehen / Beobachten / Weiterdenken
fhSPACEtv. Impulse für die Praxis.
Ausgewählte Beiträge des Kanals mit Betrachtungsfragen für diese Lehrveranstaltung. Die Auswahl orientiert sich an Titeln und Projektbeschreibungen. Erst mit „Video laden“ wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.
Literarische Grundlage des Projekts 2028: Gottfried Gusenbauer, „Unstoppable MMouse! – Nichts stoppt MMaus!“, Version 01.09.2026. Die Szenenadaption ist ein Bearbeitungsvorschlag. Das Manuskript wird hier nicht zum Download veröffentlicht.